Ein Abend im kleinen Kreis und doch voller Intensität

Gestern Abend fand im FriedaPoP im Taunus Carré eine weitere Lesung aus meinem dokumentarischen Fotobuch Frankfurt ungeschminkt statt.

Die Runde war klein, aber genau darin lag ihre besondere Stärke. Aus früheren Lesungen weiß ich, dass gerade die kleineren Veranstaltungen oft die intensivsten sind. Sie haben etwas von einem kleinen Kammerspiel. Persönlicher, direkter und oft mit Gesprächen, die über das hinausgehen, was vor einem großen Publikum möglich wäre.

So war es auch an diesem Abend. Zwischen den Bildern und Texten entstand eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. Man konnte spüren, wie die Geschichten wirken, wie sie nachhallen und wie sich der Blick auf eine Stadt langsam verschiebt.

Mehrere der Gäste sagten anschließend etwas sehr Ähnliches.
Dass sie Frankfurt künftig mit anderen Augen sehen werden.

Nicht nur einzelne Stadtteile oder bekannte Straßen, sondern den urbanen Raum insgesamt. Die Menschen, denen man dort begegnet. Die Geschichten, die sich hinter Fassaden, Gesichtern und Situationen verbergen.

Vielleicht genau jene Orte, an denen man sonst achtlos vorbeigeht. Orte, die man sieht, ohne wirklich hinzuschauen.

Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kraft dieser Geschichten.

Ein herzlicher Dank an alle, die an diesem Abend dabei waren und diesen besonderen Rahmen möglich gemacht haben.

Foto: Richard Brinkmeyer
Text: Lars D. Unger